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22.04.2010 - Liv Boeree gewinnt EPT San Remo und €1,25 Mio.

Quelle: pokerzeit.com
Die studierte Astrophysikerin, TV-Moderatorin und Fotomodell Liv Boeree gewann gestern das bisher größte PokerStars EPT-Turnier in San Remo.

„Ich bin außer mir, vollkommen außer mir," rief Boerre aus. „Ich kann überhaupt nicht glauben, was hier passiert ist."

Die 25-jährige, ehemalige Studentin an der Universität von Manchester arbeitete zunächst als Moderatorin für Virgin Media und berichtete dort über die EPT. Ihre ersten eigenen Erfahrungen machte sie in einer Poker Reality Game Show, in der sie von Spielern wie Phil Hellmuth, Annie Duke und Dave „Devilfish" Ulliott trainiert wurde.

Boeree gewann bereits 2008 die European Ladies Championship und war im letzten Jahr lange bei der WPT Championship dabei, aber die €1.250.000 vom gestrigen Mittwoch sind bei Weitem ihr größter Gewinn.

„Dafür habe ich von Anfang an gearbeitet: ein Sieg bei einem großen Turnier. Ich hatte die ganze Zeit so ein merkwürdiges Gefühl, als ob ich gewinnen würde. Ich habe das niemandem erzählt. Ich bin Wissenschaftlerin, und ich versuche deshalb, immer rational zu bleiben. Jetzt verschwimmt das Turnier in meiner Erinnerung völlig. Ich kann nicht glauben, dass ich hier gewonnen habe. Ich habe mir hier den Arsch abgespielt."  

08.04.2010 - WTP: Phil Hellmuth gibt Kapitänsbinde ab

Quelle: pokerzeit.com
Der elffache Braceletgewinner präsentierte während einer Pressekonferenz in Las Vegas den Zeitplan für das World Team Poker Event und übergab das Trikot des Kapitäns offiziell an die lebende Legende Doyle Brunson.

„Wenn er akzeptiert, werde ich das Kapitänsamt an ihn übergeben, denn er hat es verdient. Ich spiele dafür auf der Position Nr. 2", erläuterte Hellmuth.

Brunson, der selbst zehn Bracelets gewonnen hat, würdigte Hellmuths noble Geste und nahm das Angebot mit Freude an. Die beiden werden also gemeinsam das Team USA beim ersten World Team Poker Event anführen, das nächsten Monat in Las Vegas stattfindet. 

04.04.2010 - Phil Ivey Exklusiv

Quelle: pokerzeit.com
Phil Ivey ist eine der großen enigmatischen Persönlichkeiten des internationalen Pokerzirkus. Interviews mit ihm sind selten und auch wenn er eher öfter im Fernsehen zu sehen ist, gibt er dort kaum etwas über sein Wesen preis. Bei uns macht er eine Ausnahme.

Interview: Christian Henkel

Die Arbeit mit den Medien - was auch immer darunter zu verstehen ist - sei ihm, das betont er immer wieder, eigentlich weder lästig noch besonders willkommen. Journalisten hielten ihn einfach davon ab wichtigere Dinge zu erledigen oder einfach eine Runde Golf zu spielen. Und weil selbst das Gespräch mit Phil Ivey einem psychologischen Verwirrspiel am Pokertisch gleicht, in dem die Höchststrafe wiederholtes und ausgiebiges Gähnen ist, haben wir versucht ihn mit ein paar überraschenden Moves aus der Reserve zu locken.

Die Cash-Games in Bobbys Room müssen in letzter Zeit unwiderstehlich gewesen sein in den letzten Monaten, denn Phil trägt unverkennbar ein paar Kilos zuviel spazieren. Vielleicht genießt er auch nur die wiedergewonnene Freiheit nach der Vegetarierwette mit Tom Dwan.

Dabei ist er weit größer, als man sich ihn gemeinhin vorstellt. Die Taktik, die der bekannte Medienmuffel für den heutigen Tag gewählt hat, ist die eines kleinen Jungen, der nur widerwillig die Anweisungen seiner Mutter befolgt. Deren Rolle spielt seine PR-Beraterin - eine hochgeschossene, dunkelhäutige Mittdreißigerin, die uns gegenüber auftritt wie eine englische Gouvernante.

Ihrem widerborstigen Schützling gegenüber zeigt sie sich allerdings recht milde: „Please Phil, do this.....please Phil, come over here ... common Phil, please touch the shining ball one more time...!" Das ganze Theater hat was von einem Possenspiel und Phil Ivey, der nun übertrieben oft die wohlwollende Zustimmung seiner Ersatz-Mutter einholt, scheint sich langsam richtig zu amüsieren. Endlich mal nicht selber nachdenken und keine Entscheidungen treffen müssen - und dabei die Anwesenden durch gut dosierte Renitenz zur Weißglut bringen - ein großer Spaß.

Als das Fotoshooting endlich vorbei ist, scheint Phil Ivey sich wirklich wohl zu fühlen. Das Spiel kann also beginnen:  

29.03.2010 - EPT Snowfest Finale - Alan Baekke gewinnt

Quelle: pokerzeit.com
Der Däne gewinnt sein erstes Major Turnier vor dem Kanadier Russell Carson und Johannes Strassmann, der bereits zum vierten Mal an einem EPT-Finaltisch saß.

546 Spieler aus fast 50 Nationen waren gestartet, der Preispool betrug 1,8 Mio. Euro. Allein €445.000 davon gingen an den Sieger aus Dänemark. Vom Team PokerStars Pro waren z. B. Daniel Negreanu und Luca Pagano dabei, außerdem alle deutschen und österreichischen Mitglieder. Auch Publikumsmagnet Boris Becker unternahm in Saalbach-Hinterglemm einen weiteren Versuch, einmal die Geldränge eines EPT-Turniers zu erreichen.

Am Finaltisch saßen neben Bakke, Carson und Strassmann auch noch Alain Medesan aus Rumänien, Brent Wheeler und Jonathan Schroer aus den USA, die österreichische Hoffnung Lukas Baumann und der Holländer Daniel van Kalkeren.
 

24.03.2010 - EPT Snowfest Tag 2 - im Tal der Gesetzlosen

Quelle: pokerzeit.com / Christian Henkel
In den ersten Tagen lag noch eine gewisse Anspannung in der Luft: Ein halbes Dutzend bewaffneter Guards patroullierte zwischen Alpine Palace und der nahe gelegenen Raiffeisen Bank, damit ja keine Horde Halbwüchsige auf dumme Ideen kommen könnte, ihr mageres Taschengeld mit den Talern der Highroller aufzubessern.

257 Spieler kehrten gestern zum Tag 2 des PokerStars EPT Snowfestes zurück. Und langsam stellte sich Routine ein bei den Dauergästen des Poker-Wanderzirkus.

Besonders wahrscheinlich ist ein Coup a la EPT Berlin eh nicht gewesen. Allein die Flucht hätte sich bei nur einer Zufahrtsstrasse nach Saalbach-Hinterglemm als äußerst schwierig erwiesen. Wenn man allerdings der Geschichte vom „Tal der Gesetzlosen" Glauben schenkt, die Markus Golser da gestern zum Besten gab..... 

23.03.2010 - EPT Snowfest - Das Hermann Pascha Festival

Quelle: pokerzeit.com
Es strahlte die Sonne in den Kitzbühler Alpen bei Salzburg. Und der Pokersport strahlte auch. Das Alpine Palace, ein Hotel der Luxusklasse in Saalbach-Hinterglemm (auch bekannt als Austragungsort der German Highroller) ist Gastgeber der EPT Snowfest und platzte gestern aus allen Nähten. Nach den 270 Teilnehmern am ersten Starttag hatten sich weitere 276 Spieler angemeldet.

Und das Line-up des Tag 1b konnte sich wahrlich sehen lassen. Neben zahlreichen deutschsprachigen Spielern (Florian Langmann, Ben Kang, Sandra Naujoks, Boris Becker, Nasr e Nasr, Simon Münz, Rino Mathis, Johannes Steindl, Ivo Donev und Markus Golser) waren auch Dutzende Topstars aus dem übrigen Europa (ElkY, Dario Minieri, Rob Hollink, Evelyn Ng und EPT Berlin Gewinner Kevin MacPhee) in den Schnee gereist.

Während allerdings die anderen Journalisten noch rätselten, ob der Tisch mit Luca Pagano, Markus Golser und Boris Becker tatsächlich „Table of Death" genannt werden könnte, setzte ein anderer die Beteiligten von seiner Anwesenheit in Kenntnis. 

22.03.2010 - Litauen erklärt Poker offiziell zur Sportart

Quelle: pokerolymp.de
Traditionell hat das Pokerspiel weltweit mit rechtlichen Problemen zu kämpfen und wird von vielen Betrachtern dem halbseidenen Milieu zugeordnet. Dabei geistern viele Vorurteile durch die Ämter und Ministerien, gegen die die Vertreter der Pokerszene immer wieder mühsam ankämpfen müssen.

In Litauen gelang den Pokerspielern nun der Durchbruch an oberster Stelle. Das Sportministerium des kleinen Staates im Baltikum erklärte Poker zum Sport und erkannte den Litauischen Pokersportverband (LSPF) offiziell als Sportverband an.

Dieser Beschluss hat weitreichende Konsequenzen, denn der LSPF hat nun die Möglichkeit, außerhalb der Casinos landesweit Pokerturniere durchzuführen. Auch der Präsident des Litauischen Pokersportverbandes, Andrius Tapinas, freut sich: „Das ist ein extrem wichtiger Schritt. Vieler unserer ausländischen Kollegen haben uns gratuliert und ich weiß, dass wir mit unserem Erfolg das Eis für viele ähnliche internationale Initiativen gebrochen haben.“ 

22.03.2010 - Poker-Raub - Fünfter Täter gefasst

Quelle: pokerzeit.com
Nachdem am Wochenende die vermeintlich letzten beiden Gesuchten freiwillig aus dem Ausland zurückkehrten und sich der Polizei stellten, ging den Fahndern nun ein fünfter Täter ins Netz. Es soll sich um den Drahtzieher handeln.

Beirut und Istanbul hießen die Flughäfen, von denen die zwei an dem Überfall Beteiligten vorgestern in Richtung Berlin starteten. Nach Rücksprache mit ihren Anwälten hatten sie offenbar den Entschluss gefasst, dass es besser für sie sei, sich den deutschen Behörden zu stellen. 

13.03.2010 - WPT Bay 101 – Großes Drama um Phil Hellmuth

Quelle: pokerolymp.de
Soeben endete die WPT Bay 101 – aber leider nicht mit einem Sieg von Phil Hellmuth, der Tags zuvor mit großem Getöse den Final Table erreicht hatte. Gewonnen hat stattdessen McLean Karr mit 878.500 Dollar Preisgeld, Hellmuth wurde Sechster.
Phils Ausscheiden passierter in folgender Hand: Hellmuth machte den Small-Blind voll, Andy Seth erhöhte aus dem Big-Blind auf 80.000 und Hellmuth erhöhte nochmal auf 280.000. Seth dachte einen Moment lang nach, bevor er all-in ging. 

12.03.2010 - Leitfaden WSOP 2010 – Teil 5: Alternative Turniere

Quelle: pokerolymp.de
Neben der WSOP werden diesen Sommer in Las Vegas noch einige andere Turnierserien laufen.

Im Venetian läuft vom 28.05. bis zum 12.07. die Deepstack Extravaganza III. Die Buy-Ins liegen zum größten Teil in der $300-$500 Preisklasse mit einigen $1.000-$2.000 Turnieren und dem $5.000 Main Event. Während der gesamten Zeit laufen auch Single Table Satellites und abendliche Turniere mit deutlich schnelleren Strukturen als die DSE Events, sowie selbstverständlich unzählige Cashgames.

Downtown bieten sowohl das Golden Nugget mit seiner Grand Poker Series als auch das Binion’s mit dem Poker Classic zahlreiche Turniere in der Preisklasse unter $500 mit sehr ordentlichen Strukturen an.

In der folgenden Tabelle kann man sich eine sehr gute Übersicht über diese Angebote verschaffen.